Apple prüft, wie sich Backplanes aus Oxidmaterial mit hoher Mobilität (HMO) für künftige OLED-Panels fertigen lassen, berichtet die koreanische Publikation The Elec. Der Display-Analyst Ross Young sagte, die Technologie werde bereits im neuen MacBook Pro mit Touchscreen eingesetzt. Apple könnte ihre Verwendung auf weitere Produkte ausweiten wollen.
Samsung Display und LG Display entwickeln Berichten zufolge beide die Dünnschichttransistortechnologie HMO. Apple soll sie als möglichen Nachfolger von Niedertemperatur-Polykristalloxid (LTPO) in Betracht ziehen, das in aktuellen iPhone-Modellen und im OLED-iPad Pro zum Einsatz kommt.
HMO soll die Elektronenmobilität in Oxidtransistor-Displays verbessern. Eine höhere Mobilität kann den Betrieb hochauflösender OLED-Panels ermöglichen und zugleich den Stromverbrauch niedrig halten. Bei herkömmlichen Oxid-TFTs liegt die Elektronenmobilität bei etwa 10 cm²/Vs, während HMO Werte von 30–50 cm²/Vs erreichen soll.
The Elec berichtet, dass Samsung und LG einem Sputterverfahren den Vorrang geben. Dieses könnte sich leichter in bestehende Produktionslinien integrieren lassen. Beide Unternehmen verfolgen zudem die Atomlagenabscheidung, ein langsameres Verfahren, bei dem Filme Schicht für Schicht, jeweils in einer Atomlage, aufgetragen werden. Es könnte eine präzisere Steuerung der Oxidtransistorschicht ermöglichen. Die Zulieferer testen Berichten zufolge die Leistung und Stabilität beider Verfahren.
Künftige MacBooks und iMacs zählen laut The Elec zu den möglichen Anwendungsbereichen. Apple soll außerdem OLED-Displays für künftige MacBook-Air- und iMac-Modelle testen, doch diese Aktualisierungen werden nicht in naher Zukunft erwartet. Mark Gurman von Bloomberg prognostizierte eine Überarbeitung des MacBook Air für Anfang 2027, nannte jedoch keinen Zeitplan dafür, wann eines der beiden Modelle auf OLED umgestellt werden soll.
Quellen: MacRumors.